FAQs zum Thema Ernährung

Wie kann ich prüfen, ob das Fläschchenwasser die richtige Temperatur hat?

Das abgekochte Wasser sollte beim Einfüllen ins Fläschchen nicht mehr dampfen und keinesfalls heißer als 40 Grad sein. Am sichersten können Sie das mit einem Thermometer prüfen. Es ist nicht teuer und man bekommt es im Babyfachhandel, Kaufhaus oder Teegeschäften. Zum Hintergrund: Durch die Verwendung von zu heißem Wasser werden zum einen die teilweise enthaltenen Bifidusbakterien abgetötet und wichtige Nährstoffe der Milchnahrung, wie hitzeempfindliche Vitamine oder lebensnotwendiges Eiweiß, zerstört. Zudem klumpen stärkehaltige Milchnahrungen, wenn sie mit zu heißem Wasser zubereitet werden. Damit das Fläschchen für Ihr Baby nicht zu heiß ist, müssen Sie testen, ob das Wasser bereits auf Trinktemperatur abgekühlt ist. Um das festzustellen, eignet sich der Handrückentest. Geben Sie einfach ein paar Tropfen aus dem Fläschchen auf Ihren Handrücken. Fühlt sich die Milch weder warm noch kalt an, ist die Temperatur genau richtig. Die gefüllte Flasche sollte sich zudem angenehm warm in der Hand anfühlen.

Wie lange ist Milchpulver haltbar?

Einmal geöffnet, sollte ein Paket innerhalb von zwei bis drei Wochen aufgebraucht werden. Verschließen Sie den Schutzbeutel immer luftdicht mit einer Küchenklammer und lagern ihn trocken und geschützt vor Wärme. Achten Sie bitte auch auf das Mindesthaltbarkeitsdatum.
Säuglingsnahrung in der Dose ist nach dem erstmaligen Öffnen bei kühler und trockener Lagerung 21 Tage haltbar.

Welche Milch ist die Beste für mein Baby?

Experten sind sich einig, dass Muttermilch in den ersten Lebensmonaten das Beste für ein Baby ist. Sie enthält alle lebenswichtigen Nährstoffe - und zwar zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge. So können sie optimal von dem kleinen Organismus aufgenommen und verarbeitet werden. Zusätzlich unterstützt Muttermilch die Abwehrkräfte Ihres Babys und schützt es vor Krankheiten. Weitere Vorteile: Sie ist stets verfügbar und kostet nichts! Wenn Sie nicht oder nicht mehr stillen, müssen Sie Ihrem Kind eine gute Säuglingsmilch geben. Diese gibt es in verschiedenen Stufen, die dem Alter Ih-res Kindes angepasst sind.

Wie kann ich abstillen?

Wichtig ist, dass Sie sich beim Abstillen ein wenig Zeit lassen – wenn dies möglich ist. Beginnen Sie am besten damit, die Mittagsmahlzeit durch ein Milchfläschchen oder eine Gemüsemahlzeit zu ersetzen. Anschließend kann dann jede Woche eine weitere Still-Mahlzeit durch ein Fläschchen oder eine Beikostmahlzeit ersetzt werden. Während des Abstillens sehen es viele Säuglinge aber allerdings nicht ein, warum sie das Fläschchen nehmen sollen, wenn Ihre Brust doch viel gemütlicher wäre. In diesem Fall hilft Ihrem Kind vielleicht schon ein wenig Abwechslung: Auch Papa oder die Großeltern können die Fütterung mal übernehmen. Gegebenenfalls kann man auch etwas Muttermilch zur Säuglingsmilchnahrung mit in die Flasche geben. Und manchmal gibt es auch eine Alternative zum Fläschchen. Wenn das Kind schon etwas größer ist und gerne aus einer Trinklerntasse oder Becher trinkt, gibt es keinen Grund, auf das Fläschchen zu bestehen.

Was mache ich, wenn meine Milch nicht reicht?

Bitte geben Sie nicht gleich auf, denn eigentlich hat die Natur für diesen Fall vorgesorgt: Geben Sie Ihrem Kind immer die Brust, wenn es Hunger hat. Je häufiger Sie Ihr Baby anlegen, desto mehr Milch bildet sich. Viel trinken ist ebenfalls hilfreich. Zudem kann ein Stilltee die Milchbildung unterstützen. Sollte Ihre Milch aber tatsächlich nicht ausreichen, besteht die Möglichkeit des Zufütterns. Bei der so genannten Zweimilchernährung bekommt Ihr Baby bei den Mahlzeiten zunächst Muttermilch und dann ein Fläschchen. Sprechen Sie dies aber bitte vorher mit dem Kinderarzt ab. Er kann Sie auch bei der Auswahl der richtigen Säuglingsmilch beraten.

Welche Milch gebe ich meinem Baby, wenn ich nicht stille?

Wird ein Baby nicht gestillt, muss es eine spezielle Säuglingsmilchnahrung bekommen. Für den Anfang sind die Stufen Pre oder 1 das Richtige. Wie beim Stillen, können sie ganz nach Bedarf Ihres Kindes beliebig oft gegeben werden - also immer dann, wenn Ihr Kleines Hunger anmeldet. Pre-Nahrung enthält als Kohlenhydrat nur Laktose und ist so der Muttermilch am ähnlichsten. Stufe 1 enthält zusätzlich zur Laktose noch ein wenig Stärke zur besseren Sättigung. Die Stufe 1 ist für Kinder geeignet, die schon größere Trinkmengen pro Mahlzeit brauchen. Wenn Ihr Kind schon Beikost bekommt, können Sie ihm eine Folgemilch der Stufe 2 anbieten. Diese wird für Babys nach dem 6. Monat empfoh-len. Eine Folgenahrung der Stufe 3 ist ab dem 10. Monat geeignet. Übrigens: Die Trinkmenge eines Babys ist nicht immer gleich. Deshalb finden Sie auf jeder Packung Ernährungspläne, wann wie viel Säuglingsmilchnahrung im Durchschnitt richtig ist. Die Mengen können jedoch, je nach Appetit Ihres Kindes, etwas abweichen.
Was ist der Unterschied zwischen Standard- und HA-Nahrung
HA-Nahrungen werden wie Standard-SM auf der Basis von Kuhmilcheiweißen hergestellt. Da das Eiweiß der Kuhmilch jedoch ein körperfremdes Eiweiß ist, auf das Neugeborene allergisch reagieren können, wird bei HA-Nahrung das Eiweiß in kleine Bausteine aufgespalten.

Was kann ich tun, wenn mein Kind die Flasche nicht will?

Ganz auf die Milchmahlzeiten kann bei Babys und Kleinkindern noch nicht verzichtet werden. Denn durch die Milch bekommt Ihr Baby viele wichtige Nährstoffe, die es für seine gesunde Entwicklung braucht. Während des Abstillens sehen es viele Säuglinge aber gar nicht ein, warum sie das Fläschchen nehmen sollen, wenn Ihre Brust doch viel gemütlicher wäre. In diesem Fall hilft Ihrem Kind vielleicht schon ein wenig Abwechslung: Auch Papa oder Oma können das Fläschchen geben mal übernehmen, aber es gibt natürlich auch Alternativen zum Fläschchen. So können ältere Kinder ab dem 6. Monat Milch bereits aus einer Trinklerntasse bekommen. Wenn Ihr Baby schon gerne löffelt, kann es zum Frühstück einen Milchbrei bekommen. Dieser ersetzt die Milchflasche am Morgen. Wenn das Füttern mit dem Löffelchen gut klappt und ein Kind gern aus der Trinklerntasse trinkt, gibt es keinen Grund, länger auf das Fläschchen zu bestehen. Im Ernährungsplan können Sie sehen, wie viel Milchmahlzeiten ein Baby in welchem Monat für seine optimale Entwicklung braucht.

Wann ist die beste Zeit zum Abstillen?

Auf jeden Fall sollten Sie Ihr Kleines - wenn möglich - vier Monate lang voll stillen. Wenn Sie das Abstillen planen können, sollten Sie den passenden Zeitpunkt abwarten, langsam und behutsam vorgehen. Kinderärzte raten davon ab, in Zeiten großer Unruhe des Kindes mit dem Stillen aufzuhören. In schwierigen Phasen, also z. B. nach einer gerade überstandenen Krankheit oder während eines Umzuges, ist es sehr viel mühsamer, ein Kind zu entwöhnen. Sie machen es sich nur unnötig schwer. Oft ist es zu überlegen, ob nicht für den Übergang Zufüttern mit Säuglingsmilch und/oder Beikost besser wäre. Es ist auch nicht sinnvoll, wenn Sie einem Dritten, z. B. dem älteren Geschwisterchen zuliebe, abstillen. Wenn Sie jedoch vor dem 4. Monat abstillen wollen oder müssen, ist liebevolle Konsequenz gefragt. Fragen Sie hierzu auch Ihre Nachsorgehebamme oder Stillberaterin. Übrigens: Stillen ist nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern hat viel mit körperlicher Nähe zu tun. Wenn Sie abstillen, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Baby auf andere Weise genügend "Kuscheleinheiten" bekommt.

Müssen Babys alle vier Stunden Nahrung bekommen?

Nein, dieses Vorgehen ist völlig veraltet. Ein starrer Stillrhythmus ist weder für Mutter noch Kind empfehlenswert. Besser ist es, ein Baby in den ersten Monaten "ad libitum" zu ernähren. Das heißt, Sie stillen oder füttern Ihr Baby genau dann, wenn es Hunger hat. Für den Fall, dass Sie nicht stillen können, ist für die Ad-libitum-Fütterung eine Pre-Nahrung besonders gut geeignet. Damit die einzelnen Mahlzeiten vom Baby komplett verdaut werden können, sollte zwischen ihnen ein Abstand von mindestens zwei Stunden liegen. Ansonsten können möglicherweise Verdauungsstörungen auftreten. In den ersten Monaten müssen Babys meist auch nachts alle 6-8 Stunden gefüttert werden. Die meisten melden sich von selber, wenn sie Hunger haben. Sollte Ihr Kind durchschlafen, müssen Sie es aber nicht extra aufwecken, wenn es insgesamt über den Tag verteilt genügend trinkt und sein Gewicht sich gut entwickelt. Versuchen Sie lieber behutsam seine individuellen Essbedürfnisse und -gewohnheiten während der Nacht herauszufinden.

Wann braucht mein Kind eine hypoallergene Nahrung?

Wenn ein familiär bedingtes Allergierisiko besteht und ein Baby nicht oder nicht ausschließlich gestillt wird, sollte vorbeugend eine hypoallergene oder H.A.-Nahrung gegeben werden. Ein erhöhtes Allergierisiko liegt vor, wenn Mama, Papa oder ein Geschwisterkind, bereits allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis haben. Haben beide Eltern dieselbe Allergie, ist das Risiko für ein Kind besonders groß. Dieses Risiko kann deutlich gemindert werden, wenn Sie Ihr Kind in den ersten vier Lebensmonaten ausschließlich stillen oder ihm eine H.A.-Nahrung geben. Bitte sprechen Sie bei einem erhöhten Allergierisiko Ihres Babys zunächst mit Ihrem Kinderarzt.

Wann darf oder muss ich auf eine andere Altersstufe von Säuglingsmilchnahrung wechseln?

Sie müssen die Stufe solange nicht wechseln, wie Ihr Kind satt und zufrieden wirkt. Wenn Sie aber den Eindruck haben, dass Ihr Baby nicht mehr richtig satt wird, können Sie auf die nächste Stufe wechseln. Z.B. kann dann von Pre auf eine Anfangsnahrung 1 umgestellt werden. Sie enthält  zusätzlich Stärke und ist dadurch sämiger und sättigender. Wenn Ihr Kind auch durch sie nicht mehr ausreichend satt wird, kann nach dem sechsten Monat - oder auf Empfehlung des Kinderarztes hin auch schon nach dem vierten Monat, wenn bereits Beikost eingeführt wurde - auf eine Folgenahrung gewechselt werden.

Kann man Säuglingsmilch einfrieren?

Das Einfrieren von Milchnahrung mag wie eine gute Idee klingen, wenn man nur ab und zu etwas davon benötigt. Durch Einfrieren und wieder Auftauen kann eine Nahrung jedoch schnell verderben. Der Verderb beginnt so rasch, weil Babynahrung keine Konservierungsmittel enthält. Außerdem bauen sich wichtige Vitamine ab und die Eiweiße verändern sich. Deshalb empfehlen wir, die Säuglingsmilchnahrung nicht in Portionen einzufrieren. Wenn Sie nur gelegentlich Säuglingsmilchnahrung zum Zufüttern oder für unterwegs benötigen, empfehlen wir eine trinkfertige Säuglingsmilchnahrung aus der Apotheke zu verwenden.

Mit der Einführung der Beikost will mein Kind keine Milch mehr!

Es kommt vor, dass ein Baby plötzlich seine Milchflasche nicht mehr will. Dem können Sie jedoch nicht einfach so nachgeben. Bitte beachten Sie: Ganz auf die Milch kann bei Babys noch nicht verzichtet werden. Denn durch die Milch bekommt Ihr Baby viele wichtige Nährstoffe (z.B. Calcium), die es für seine gesunde Entwicklung braucht. Versuchen Sie regelmäßig, Ihrem Baby die Milch anzubieten. Sollte Ihr Baby weiterhin die Milch verweigern, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt. Unsere Tipps: Warten Sie nach dem Aufstehen ruhig etwas, bis Ihr Baby Ihnen zeigt, dass es Hunger hat. Mit viel Appetit lassen die Kleinen sich leichter überzeugen. Es gibt auch Alternativen zum Fläschchen. So können Babys ab dem 6. Monat bereits Milch aus einer Trinklerntasse bekommen. Vielleicht schmeckt Ihrem Baby die Säuglingsmilchnahrung besser aus Mamas oder Papas Kaffeetasse - denn dann fühlt das Kleine sich groß. Ein veränderter Rhythmus kann helfen: Sie brauchen die Milch nicht unbedingt am Morgen anzubieten. Ein Tipp für Sie zum Ausprobieren: Vielleicht schmeckt der Milch-Getreide-Brei am Morgen besser und am Abend die Flasche mit der Milch.

Darf mein Baby vor dem 1. Geburtstag Kuhmilch bekommen?

Ernährungswissenschaftler und Kinderärzte empfehlen, im 1. Lebensjahr keine Kuhmilch zu geben. Sie hat einen zu hohen Eiweiß- und Mineralstoffgehalt, der zu einer Belastung der noch unreifen Nieren führt. Sie enthält weniger Vitamine als Säuglingsmilchnahrung und eine für den Säugling ungünstige Fettqualität. Für die Zubereitung des Milch-Getreidebreies ist Kuhmilch bereits im ersten Lebensjahr möglich. Nach dem ersten Geburtstag ergänzt idealerweise Kleinkindmilch einen ausgewogenen Speiseplan. Sie ist im Nährstoffangebot perfekt auf die Bedürfnisse eines munteren und agilen Kleinkindes abgestimmt - sehr viel besser als Kuhmilch es sein kann.

Kann ich Säuglingsnahrung im Voraus zubereiten oder wieder aufwärmen?

Ganz klar: Nein! Egal ob Milch oder Brei - zwischen Zubereitung und Füttern der Säuglingsnahrung sollte höchstens eine Stunde liegen. Reste dürfen keinesfalls wieder aufgewärmt werden. Studien haben erwiesen, dass sich enthaltene Keime durch Aufwärmen stark vermehren und zu Magen- und Darmerkrankungen führen können. Übrigens: Auch im Kühlschrank hält sich einmal zubereitete Säug-lingsnahrung nicht länger. Deshalb sollte das, was übrig bleibt, weggeschüttet werden. Ein Tipp für nachts und unterwegs: das Pulver fürs Fläschchen bereits vorher abmessen und abgekochtes Wasser in einer Thermosflasche bereitstellen (Wasser mindestens alle 8 Stunden erneuern!). Bereiten Sie die Flasche erst dann zu, wenn Ihr Baby auch Hunger hat. Praktisch für unterwegs kann ein Milchpulver-Portionierer sein: Er besteht aus mehreren einzelnen Döschen und einem Trichter zum Umfüllen ins Fläschchen.

Beikost

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Umstellung auf die Beikost?

Ihr Baby wächst und wird immer aktiver. Und dafür braucht es auch immer mehr Energie. Ungefähr zwischen dem 5. und 7. Monat reicht die Muttermilch als alleiniger Energielieferant nicht mehr aus. Deshalb sollte in diesem Zeitraum mit der Beikost begonnen werden. Es gibt noch weitere Gründe, warum ein Baby dann bereit ist: Einer ist das Verschwinden des Zungenreflexes nach dem 4.-6. Monat. Ihr Kind schiebt beispielsweise Brei dann nicht mehr automatisch aus dem Mund, sondern schluckt ihn. Auch Verdauungsapparat und Nieren sind nun so weit gereift, dass sie festere Nahrung verarbeiten und wieder ausscheiden können. Zudem kann Ihr Baby sein Köpfchen jetzt sicher halten und vielleicht schon mit ein bisschen Hilfe sitzen. Damit sind die wichtigsten körperlichen Vorausset-zungen geschaffen, um mit der Beikost zu starten. Die Neugier spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Denn kleine Entdecker stecken nun alles in den Mund, um es mit Zunge und Gaumen zu prüfen. Des-halb lässt sich ein Kind häufig bereitwillig auf Experimente mit dem Löffelchen ein.

Wie beginne ich die normale Beikostfütterung?

Unsere Empfehlung: Fangen Sie mit der Beikost frühestens nach der 16. Woche, spätestens aber nach dem 6. Monat an. Dann benötigt Ihr Kind mehr Nährstoffe und Energie. Beginnen Sie mit der Mittagsmahlzeit und etwas Gemüsepüree. Am Anfang reichen ein paar Löffelchen, denn Ihr Kind muss sich an diese neue Form des Essens erst gewöhnen. Zum satt werden bekommt es nach dem Gemüse noch die gewohnte Milch. Steigern Sie die Gemüsemenge um ca. 1 bis 2 Teelöffel pro Tag. So gewöhnt sich Ihr Baby gut an Löffel und Geschmack. Zusätzlich kann sich das Verdauungssystem auf die neue Art der Nahrung einstellen. Nach ca. einer Woche können Sie einen weiteren Rohstoff einführen. Bei Bedarf kann Ihr Baby noch eine kleine Portion Milch hinterher trinken. Das erste Ba-bymenü ersetzt vollständig die Milchmahlzeit. Danach ist ein Getränk für Ihr Baby wichtig.

Welcher Brei ist für den Anfang am besten geeignet?

Wir empfehlen, beim Beikoststart mit Gemüse zu beginnen, da Akzeptanz des Gemüses größer ist, wenn Sie Ihrem Baby vorher keine süßen  Früchte oder Milchbreie angeboten haben. Beginnen Sie am besten mit wenigen Löffeln Karotte, am besten vor der Milchmahlzeit. Diese haben von Natur aus einen  leicht süßlichen Geschmack, den viele Kinder mögen.

Warum sollte mein Baby sein 1. Löffelchen erst nach dem vollendeten 4. Monat bekommen?

In der Regel kann das Verdauungssystem eines Kindes erst ab diesem Zeitpunkt festere Nahrung verarbeiten. Außerdem bewirkt bei kleineren Säuglingen ein Reflex, dass Festes nicht geschluckt, sondern mit der Zunge wieder aus dem Mund geschoben wird. Dieser Reflex lässt nach dem 4. Monat allmählich nach, so dass Sie dann mit dem Füttern mit dem Löffel überhaupt erst Erfolg haben können. Ebenfalls wichtig ist es, das Ihr Kleines sein Köpfchen sicher halten und mit Hilfe schon ein wenig sitzen kann.

Woran erkenne ich, ob mein Kind genug Nährstoffe bekommt?

Wenn Ihr Baby munter und lebhaft ist, wächst und zunimmt, ist alles in Ordnung. Als Richtwert gilt hierbei: Ungefähr 150 bis 200 Gramm pro Woche legt ein Kind im ersten Jahr an Gewicht zu. Sollten Sie aber Zweifel haben, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt. Wichtig zu wissen: Die Körpermaße Ihres Babys (Körpergröße, Körpergewicht, Body Mass Index) sind für den Kinderarzt wichtige Merkmale, um das Gedeihen Ihres Babys beurteilen zu können. Durch die regelmäßigen U-Untersuchungen hat er einen genauen Überblick über die Entwicklung Ihres Kindes.

Wie kann ich erkennen, dass mein Baby satt ist?

Sobald es satt ist, dreht ein Baby gewöhnlich den Kopf weg und schiebt mit der Zunge Löffel, Sauger oder Brustwarze aus dem Mund. Oft wird das Kind dann auch müde. Auf diese Signale sollte reagiert werden. Füttern Sie Ihr Kind dann nicht einfach weiter. Denn nur so kann es lernen, seine eigenen Nahrungsbedürfnisse wahrzunehmen. Es ist übrigens ganz normal, dass Kinder nicht immer die gleiche Menge essen. Genau wie Erwachsene auch haben sie mal mehr, mal weniger Hunger.

Wie erwärme ich Gläschen richtig?

Gläschen mit Gemüse und Menüs sollten nur erwärmt, aber nicht gekocht werden. Rühren Sie den Gläscheninhalt vor der Zubereitung einmal um. Zum Erhitzen eigenen sich Wasserbad, ein Babykostwärmer oder die Mikrowelle. Damit sich die Wärme gut verteilen kann, sollte die Nahrung nach dem Erwärmen auch noch mal umgerührt werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, vor dem Füttern die Temperatur zu prüfen. Ein Gläschen bitte nicht zweimal aufwärmen und nie länger als eine halbe Stunde im Babykostwärmer lassen, sonst können sich Keime bilden. Bei der Erwärmung in der Mikrowelle sollten Sie in jedem Fall die Herstellerhinweise beachten. Gläschen mit Obst müssen gar nicht aufgewärmt werden. Sie schmecken Ihrem Baby am besten kalt.

Wie lange ist ein Gläschen haltbar?

Original verschlossen können Gläschen einfach bei Zimmertemperatur im Vorratsschrank gelagert werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum finden Sie auf dem Deckelrand oder dem Etikett. Im Kühlschrank halten sich angebrochene fleisch- und milchhaltige Gläschen noch einen Tag, Obst- und Gemüse Gläschen drei Tage. Ein Tipp: Wenn Sie ein Gläschen nicht auf einmal aufbrauchen, dann erwärmen Sie die benötigte Menge separat in einem Schüsselchen. So gelangen weniger Keime in das angebrochene Gläschen und Sie können es im Kühlschrank aufbewahren.

Was kann ich meinem Baby zwischendurch geben?

Die Kleinen haben oft zwischen den Hauptmahlzeiten Hunger und werden dann unleidlich. Genau wie bei ihrer Entwicklung, halten sich Kinder auch bei der Ernährung nicht strikt an vorgegebene Pläne. In der Praxis bekommen die meisten Kinder zwischendurch etwas Obst, einen Keks oder ein paar Löffel Joghurt. Im ersten Lebensjahr sollten Sie jedoch genau darauf achten, was ihr Kind isst. Denn vieles ist einfach noch zu süß, zu salzig, zu fett und vor allem nicht entsprechend schadstoffkontrolliert. Das gilt auch für sogenannte Kinderprodukte, die oftmals eher Süßigkeiten sind. Hier gilt es, genau auf die Zutatenliste zu schauen. Für zwischendurch sind Früchte sehr sinnvoll. Solange die Kinder noch sehr klein sind, bieten sich Gläschen oder Fruchtpürees im Becher an. Später können Sie Ihrem Kind Apfelspalten oder Bananenstücke geben.

Warum ist in Babymenüs Nitrat enthalten?

Nitrat ist ein Stoff, der in Gemüse von Natur aus enthalten ist. Je höher der Gemüseanteil in einem Menü, desto höher ist auch der Nitratgehalt. Bei Babynahrung gelten aber sehr strenge Vorschriften. Es darf nur Gemüse verwendet werden, das nitratarm ist und den von der Europäischen Union fest-gesetzten Grenzwert von 200 mg/kg unterschreitet. Manche Testinstitute verwenden für ihre Tests weit niedrigere Grenzwerte als den von der EU festgesetzten Wert. Dafür gibt es jedoch keinerlei wissenschaftliche Gründe. Bei frischem Spinat beispielsweise kann der Nitratgehalt sogar zehn- bis fünfzehnmal höher liegen.

Muss mein Kind unbedingt Fleisch essen?

Fleisch spielt bei der Säuglings- und Kleinkinderernährung eine besondere Rolle. Es versorgt Ihr Baby optimal mit Eisen, das wichtig für die Blutbildung ist. Denn das Eisen aus Fleisch wird besonders gut vom Körper aufgenommen. Es ist empfehlenswert einem Baby 6-7 fleischhaltige Mahlzeiten pro Woche zu geben. Zur Abwechslung kann es natürlich auch vegetarische Mahlzeiten geben. Um hier die Eisenaufnahme zu erhöhen, sollten diese mit einem Vitamin C-reichen Fruchtgläschen oder Fruchtsaft kombiniert werden. Denn das Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln wird vom Organismus eines Babys weniger gut verwertet. Eine rein vegetarische Ernährung ist übrigens für Babys nicht zu empfehlen. Wenn Sie ihr Kind trotzdem komplett ohne Fleisch ernähren möchten, sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Kinderarzt.

Wie viel Flüssigkeit benötigt mein Baby zusätzlich?

Das kommt auf das Alter Ihres Kindes an: Ist es noch sehr klein, bekommt es über das Stillen oder eine Säuglingsmilchnahrung zunächst automatisch genug zu trinken. Zusätzliche Flüssigkeit benötigt ein Baby in dieser Zeit nur dann, wenn es stark schwitzt, z.B. an heißen Sommertagen oder bei Fieber. Mit der Umstellung auf Beikost kann es sein, dass Ihr Kind öfter mal Durst hat. Deshalb ist es für Kinder ab dem 4. Monat empfehlenswert neben Muttermilch oder Säuglingsmilch noch etwas zu trinken. Wir empfehlen 250 bis 500 ml, mehr benötigt Ihr Kind nur bei Verstopfung, starkem Schwitzen, Durchfall, oder wenn es weniger als 3-4 nasse Windeln am Tag hat. Geeignete Getränke für Ihr Baby sind abgekochtes Trinkwasser, stilles Mineralwasser mit dem Aufdruck „Geeignet zur Zubereitung von Säuglingsnahrung". Eine Alternative ist Babytee ohne Zuckerzusatz. Nach dem 4. Monat ergänzt verdünnter Fruchtsaft die Getränkevielfalt. Das Mischungsverhältnis zwischen Saft und Wasser ist 1:2 bis 1:3.

Mein Kind mag keine Stückchen kauen.

Die meisten Probleme haben Kinder bei der Umstellung von fein pürierten Menüs auf Menüs mit kleinen Stückchen. Ein Tipp für Sie: Geben Sie übergangsweise die erwärmte Nahrung auf den Teller und zerdrücken Sie diese noch leicht mit der Gabel. Sie können auch einem Menü mit Stückchen etwas von einem feinpüriertem Menü untermischen. So gewöhnen Sie Ihr Baby langsam an die neue Konsistenz. Seien Sie unbesorgt: Sobald Ihr Baby feststellt, wie toll es ist, selber Nahrung zu halten und "abzubeißen“, wird es sich an Stückchen gewöhnen. Zum Knabbern können Sie Ihrem Baby be-reits Kekse, Brotwürfel, Zwieback, Dinkelstangen oder Reiswaffeln, Apfel- oder Birnenspalten zwi-schendurch anbieten. Grundsätzlich gilt: Die Mahlzeiten sollten - wenn immer möglich - gemeinsam mit der Familie stattfinden und in einer angenehmen Atmosphäre. Ein anfängliches Ablehnen neuer Lebensmittel ist bei Kindern normal. Bieten Sie die „neuen“ Nahrungsmittel immer wieder an. Seien Sie auch selbst Vorbild und essen die angebotenen Speisen. Mit der Zeit wird dann die Akzeptanz der abgelehnten Kost erreicht.

Mein Kind mag nur süß

Die Vorliebe für Süßes ist uns Menschen angeboren: Schon das Fruchtwasser im Mutterleib schmeckt süßlich, ebenso die Muttermilch. An alle anderen Geschmacksrichtungen müssen Babys sich erst gewöhnen. Trotzdem sollten Sie Ihr Kind so früh wie möglich an Herzhaftes gewöhnen. Den Übergang kann man fließend gestalten - Kinder mögen zum Beispiel sehr gern die leicht süßliche Karotte. Wenn es gar nicht anders geht, können Sie dem Gemüse am Anfang Fruchtmus untermischen und den Anteil schleichend wieder verringern. Seien Sie gelassen, auch wenn Ihr Kleines das Näschen verzieht oder zu schimpfen beginnt. Ganz wichtig: Bleiben Sie dran. Man weiß inzwischen, dass Babys und auch Kinder viele Speisen einfach nur öfter probieren müssen, um sich daran zu gewöhnen. Und so entwickelt sich Stück für Stück sein individueller Geschmack. Zu früh aufgeben hieße also, eine große Chance aus der Hand zu geben.

Kann ich Beikost einfrieren?

Babynahrung einzufrieren erscheint auf den ersten Blick praktisch, besonders in Anbetracht der kleinen Portionen, die Ihr Baby anfänglich löffelt. Dennoch empfehlen wir, lieber darauf zu verzichten. Das hat folgende Gründe: Die Konsistenz, Farbe, Geruch und Geschmack der Nahrung verändern sich. Dazu kommt die Gefahr des Verderbs - besonders beim Auftauen, wenn die Nahrung unbemerkt im Gefrierschank antaut oder im Gefäß mit Keimen in Berührung kommt. Wichtige Vitamine bauen sich ab, und das Eiweiß kann sich verändern.
Kann ich die Beikost durch die Flasche geben?
Wir raten Ihnen davon ab. Wenn Sie die Säuglingsflaschennahrung Ihres Babys mit Beikostprodukten wie Schmelzflocken oder Karotten "anreichern", wird die Nährstoffzusammensetzung der Milch verändert. Ihr Baby erhält unter anderem zu viele Kohlenhydrate und mehr Energie, die es nicht braucht. Sie müssen Ihrem Baby also keine Beikost durch die Flasche "unterschummeln". Wenn die Zeit gekommen ist, mit der Beikost bei Ihrem Baby zu beginnen, dann ist das Essen lernen vom Löffel ein wichtiger Entwicklungsschritt für Ihr Baby. Für den sicheren Start fangen Sie am besten mit ein bis zwei Teelöffeln an. Steigern Sie die Menge löffelweise von Tag zu Tag. Mit ein bisschen Übung und Geduld wird Ihr Baby das schaffen.

Mein Baby nimmt keinen Löffel!

Manche Kinder gewöhnen sich nur langsam an den Löffel. Das ist völlig normal, erfordert aber etwas mehr Geduld. Wenn Sie merken, dass Ihr Kleines noch gar nichts mit dem Löffel anfangen kann oder wenn es die Nahrung mit der Zunge wieder aus dem Mund schiebt, warten Sie einfach noch eine oder zwei Wochen und probieren es dann noch einmal. Wenn es losgehen soll, empfiehlt es sich, nur eine Mahlzeit aufs Löffelchen umzustellen. Beginnen Sie mit wenigen Löffeln. Wichtig ist, dass Sie dabei liebevoll beharrlich sind und regelmäßig üben. Seien Sie gelassen, bleiben Sie dabei, loben Sie viel. Kinder sind unterschiedlich: Einige bestehen auf das Gewohnte, ihnen hilft es, wenn sie immer das gleiche zur gleichen Zeit tun. Sie mögen feste Essenszeiten, das gleiche Essen - oder auch den gleichen Löffel. Anderen Kindern hilft es dagegen, zu unterschiedlichen Tageszeiten das Löffeln zu trainieren oder einfach mit einem Plastiklöffelchen zu spielen. Warum nicht - Übung machen den Meister. Gerne halten die Kleinen auch beim füttern einen eigenen Löffel in der Hand. So haben sie die Gelegenheit, ihn eingehend anzusehen, zu fühlen und auch in den Mund zu nehmen. Manche Kinder verweigern auf einmal den Löffel, auch wenn es schon bereits gut geklappt hat. Das kann bedeuten, dass die ersten Zähne unterwegs sind und das Kind nun schmerzempfindlicher im Mund ist.

Ab wann darf mein Kind vom Familientisch mitessen?

Etwa ab dem 10. Lebensmonat kann die Ernährung Ihres Kindes auf die Familienkost umgestellt werden. Schritt für Schritt gehen die Milch und Breie in drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten über. In der Regel geht die Umstellung von Babynahrung auf das Familienessen langsam, schrittweise und fast von selbst vor sich, d.h., die Kleinen probieren mal hier und mal dort, essen z. B. schon ein Frühstücksbrot und zu Mittag aber noch ein Babymenü. Babys und auch Kleinkinder sind jedoch keine kleinen Erwachsenen. Wenn Sie für Ihr Kind selber kochen, sollten Sie auf jeden Fall bei der Zutatenauswahl auf die Bedürfnisse des Kindes Rücksicht nehmen. Die Ernährung Ihres Kindes sollte keine Lebensmittel enthalten, die zu süß, fett, salzig oder scharf gewürzt sind. Meiden Sie fettreiche Wurstsorten und fettes Fleisch. Verwenden Sie Hülsenfrüchte sowie Lauch und Zwiebel sparsam. Verzichten Sie auf harte Lebensmittel, z.B. Nüsse, die beim Verschlucken leicht in die Luftröhre ge-langen können. Natürlich benötigt Ihr Kind auch regelmäßig Getränke. Am besten ist es, wenn Sie Ihrem Kind zu jeder Mahlzeit und zwischendurch Flüssigkeit anbieten. Geeignete Getränke für Ihr Kind sind abgekochtes Trinkwasser, stilles Mineralwasser mit dem Aufdruck „Geeignet zur Zuberei-tung von Säuglingsnahrung" oder Babytee ohne Zuckerzusatz. Nach dem 4. Monat können Sie ab und zu Fruchtsäfte verdünnt mit Wasser oder Tee im Verhältnis 1:2 (1:3) anbieten.

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