Trost und Rat bei kleinen Wehwehchen

Zähnchen, Bauchweh, Gliederwachstum – bereits in ganz zartem Alter wird der Säugling gelegentlich von Beschwerden geplagt. Doch seien Sie unbesorgt: Ihr Baby wird nicht nur lernen, dass kleine Wehwehchen bald wieder vorübergehen. Es wird außerdem spüren, wie schön es ist, getröstet zu werden. Auch diese Erfahrungen sind wichtig für seine gesunde Entwicklung.

Bei andauernden Beschwerden Ihres Kindes suchen Sie bitte Ihren Kinderarzt auf.

Bauchweh

Der Magen-Darm-Trakt eines Babys ist noch in der Entwicklung. Besonders in den ersten drei Monaten kommt es häufig zu den sog. Dreimonats-Koliken, vor allem dann, wenn das Baby beim Trinken zu viel Luft geschluckt hat. Beugen Sie vor, indem Sie darauf achten, dass Ihr Kind in einer ruhigen Atmosphäre trinkt und danach ausgiebig aufstößt. Wenn Sie stillen, meiden Sie blähende Speisen und trinken Sie regelmäßig Kümmel- oder Fenchel-Tee. Gegen den Blähbauch hilft Wärme. Legen Sie Ihrem Baby z.B. ein warmes Kirschkernsäckchen auf den Bauch oder massieren Sie den Bauch im Uhrzeigersinn mit warmem Kümmelöl. Hilfreich ist auch der „Fliegergriff“, bei dem das Baby mit dem Bauch auf ihrem Unterarm liegt.

Durchfall 

Wegen des Flüssigkeitsverlusts ist Durchfall bei Säuglingen nicht ungefährlich. Suchen Sie deshalb bald einen Arzt auf, vor allem, wenn Erbrechen hinzu kommt. Erste Anzeichen für Austrocknung sind Trockenheit des Mundes, der Zunge und Schleimhäute. Der Kinderarzt wird in der Regel Elektrolytlösungen verordnen, um den Mineralstoffhaushalt auszugleichen.

Erbrechen 

Durch Erbrechen verliert Ihr Baby viel Flüssigkeit. Bieten Sie ihm deshalb so oft wie möglich etwas zu trinken an. Erbricht das Baby mehrere Mahlzeiten und leidet zusätzlich an Fieber oder Bauchschmerzen, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Wenn das Kind auch kleinste Mengen Flüssigkeit nicht bei sich behalten kann, ist ein Arztbesuch sofort erforderlich

Fieber 

Säuglinge fiebern schnell, und das Fieber kann zahlreiche Gründe haben. Deshalb sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen, wenn das Fieber Ihres Säuglings länger als einen Tag über 38,5 Grad Celsius liegt.

Behandeln können Sie das Fieber mit Wadenwickeln und vom Arzt verordneten Medikamenten (meist Zäpfchen mit dem Wirkstoff Paracetamol). Achten Sie bei Wadenwickeln darauf, dass Sie sie erst bei einer Körpertemperatur von über 39 Grad Celsius anlegen und auch nur dann, wenn die Beinchen fühlbar heiß sind. Geben Sie Ihrem Baby bei Fieber immer reichlich zu trinken. Bekleiden Sie es leicht, wenn es sich heiß anfühlt oder wärmer, wenn es fröstelt. Sorgen Sie außerdem für viel frische Luft. 

Ohrenschmerzen

Viele Babys und Kleinkinder sind anfällig für Mittelohrentzündung, die oftmals auftritt, wenn ein Infekt des Nasen-Rachen-Raumes aufsteigt. Sie ist sehr schmerzhaft und wird meist von Fieber begleitet. Bei einem entsprechenden Verdacht sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Als Soforthilfe können Sie Ihrem Kind Nasentropfen geben, um den Sekretfluss zu erleichtern. Rotlicht und Wärme (z.B. das Kind mit dem Ohr auf eine warme Wärmflasche legen) können ebenfalls helfen. Als bewährtes Hausmittel gilt, ein Säckchen mit klein gehackten Zwiebeln auf das schmerzende Ohr zu legen. Der Kinderarzt verordnet in der Regel Nasentropfen und Antibiotika sowie Zäpfchen oder Säfte gegen die Schmerzen.

Schnupfen 

Bei stark verstopfter Nase können spezielle Babynasentropfen angeraten sein, die der Kinderarzt Ihnen verschreibt. Diese sollten aber nur wenige Tage gegeben werden. Hält Ihr Baby den Kopf ruhig, können Sie versuchen, den Schleim mit einer Nasenpumpe abzusaugen. Gehen Sie dabei behutsam vor, um das Kind nicht zu verletzen. Sorgen Sie grundsätzlich für viel frische Luft. Das Befeuchten der Luft durch Aufhängen feuchter Tücher im Schlafzimmer kann ebenfalls helfen. 

Spucken 

Spucken ist auf keinen Fall mit Erbrechen gleich zu setzen. Es werden hier nur kleine Nahrungsmengen ausgespuckt, und zwar ohne jegliche Beschwerden. Auslöser des sog. „sauren Aufstoßens“ ist der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre, der beim Baby noch nicht richtig funktioniert. Nimmt das Baby regelmäßig an Gewicht zu, besteht kein Grund zur Sorge. Meist verschwindet das Spucken von allein, wenn der Säugling sitzen bzw. stehen kann.

Windeldermatitis 

Ein wunder Po ist sehr unangenehm für das Baby. Ursache ist meist die Nahrung, sowohl die der stillenden Mutter (z.B. säurehaltiges Obst oder Gemüse), als auch die des Kindes. Ist dies nicht der Fall, kann der Kinderarzt feststellen, ob es sich um eine Pilzerkrankung oder eine bakterielle Infektion handeln. Rötungen lassen sich durch häufiges Windelwechseln und die Pflege mit einer Zinksalbe meist schnell beseitigen. Alternativ helfen Johanniskrautöl oder Eichenrindensud (aus der Apotheke) bzw. Muttermilch dünn auf die geröteten Stellen aufgetupft. Außerdem helfen Sie Ihrem Baby, wenn Sie es so oft wie möglich mit nacktem Po strampeln lassen.

Verstopfung 

Wie oft ein Baby Stuhlgang hat, ist individuell verschieden. Eine Verstopfung liegt vor, wenn weniger als einmal die Woche in harten Bröckchen entleert wird, und das Baby sich beim Pressen sehr anstrengen muss. Bei gestillten Kindern kommt das selten vor. Ursache kann ein Flüssigkeitsmangel sein, dann muss das Baby mehr trinken.

Zahnungsschmerzen 

Zwischen dem fünften und achten Lebensmonat beginnen Babys zu zahnen. Ist der Durchbruch der ersten Zähne mit Schmerzen verbunden, braucht das Baby viel Trost und Zärtlichkeit. Das Zahnen kündigt sich meist mit Weinerlichkeit, vermehrter Speichelproduktion, gelegentlich auch mit Fieber oder Durchfall an. Gegen das Spannungsgefühl helfen vor allem Druck und Kühlung. Geben Sie Ihrem Kind einen im Kühlschrank (nicht im Eisfach!) gekühlten Beißring oder Löffel. Äpfel, Karotten und Brotkanten eignen sich ebenfalls zum Kauen. Weint das Baby vor Schmerzen, können Sie ihm in Absprache mit dem Kinderarzt auch Schmerz-Zäpfchen geben.

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