Stillen

Väter und Stillen

Die Nähe teilen – Tipps für Väter

Mütter bauen während des Stillens eine innige Bindung zu ihrem Baby auf. Und was machen die Väter währenddessen? Viele denken, dass ihre Rolle sehr klein ist. „Manche Väter fühlen sich ausgeschlossen“, erklärt Alice Behr, Stillberaterin aus Stuttgart „Die Mutter ist verantwortlich für die Ernährung des Babys, aber der Vater kann durch sein Verhalten den Erfolg des Stillen positiv oder negativ beeinflussen.“ Es gibt viele Dinge, die der Papa tun kann, um die Beziehung zum gestillten Kind zu vertiefen. „Während Mama und Baby sich beim Stillen kennen und lieben lernen, kann der Vater hier eine unterstützende Umgebung schaffen“, sagt Behr

Die Stillberaterin hat einige einfache, aber wirkungsvolle Tipps parat für Väter, die die Nähe zu ihrem Kind suchen:

  • Alles andere geht: Denken Sie daran – Stillen ist das einzige, was Sie nicht können. Sie können Windeln wechseln, das Baby tragen, ihm etwas erzählen und vorsingen. Sie können für alle anderen Aspekte im Leben Ihres Kindes verantwortlich sein – damit helfen Sie auch Ihrer Partnerin.

  • Das bisschen Haushalt …: Übernehmen Sie den Haushalt. Damit erleichtern Sie es Ihrer Partnerin, sich nach der Geburt zurecht zu finden und an das Stillen zu gewöhnen.

  • Verwöhnkur: Ihre Partnerin braucht nach der Geburt mehr Schlaf und Fürsorge als sonst. Bereiten Sie das Essen vor, bringen Sie ihr ein Glas Wasser. Schreit das Baby, stehen Sie auf und bringen es Ihrer Partnerin, damit sie nicht aufstehen muss. Wenn Sie wieder arbeiten, rufen Sie an und erkundigen sich, wie es ihr und dem Baby geht. Gehen Sie mit dem Baby spazieren, damit die Mutter Ihres Kindes sich entspannen kann.

  • Nestbeschützer: Mütter sind verletzlich, wenn es um Ratschläge geht. Jede Frau möchte die beste Mutter sein. Viele Freunde und Verwandte werden jetzt zu wahren Erziehungsexperten. Schützen Sie Ihre Partnerin vor diesen wohl meinenden, aber aufdringlichen Besuchern, besonders in den ersten Wochen nach der Geburt.

  • Beziehungshüter: Es ist nicht empfehlenswert, gar keinen Kontakt zur Außenwelt zu haben, wenn das Baby da ist, aber bitte nur dann, wenn sie sich danach fühlen. Sie könnten Tage ausmachen, an denen Besuch erlaubt ist. An anderen schalten den Anrufbeantworter an. Dann können Sie schlafen, reden, lesen – worauf auch immer Sie Lust haben. „Es ist wichtig, dass Sie Zeit mit Ihrem Baby allein verbringen. Und auch, dass Sie, wenn das Baby schläft, Zeit allein als Paar verbringen“, erklärt Behr.

  • Seien Sie achtsam: Achten Sie auf Zeichen einer postnatalen Depression. Auch wenn es nicht ihr erstes Baby ist und beim ersten Mal alles glatt lief. Das ist die wichtigste Aufgabe, die ein frisch gebackener Vater übernehmen kann. Anzeichen können sein: Ihre Partnerin ist ruhelos, schnell reizbar oder völlig teilnahmslos. Sie fühlt sich traurig und weint viel und hat wenig Energie. Auch Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Herzstolpern, Taubheit oder Hyperventilation (schnelles, flaches Atmen) können Symptome sein. Bemerken Sie diese Anzeichen, reden Sie ruhig mit ihr und suchen einen Arzt auf. Postnatale Depression ist nicht unüblich bei neuen und erfahrenen Müttern – mit ärztlicher Hilfe ist sie sehr gut heilbar.

Vieles ändert sich mit einem Baby – selbst, wenn es nicht das erste Kind ist. „Legen Sie eine Pause ein, wenn es nötig ist“, sagt Alice Behr, „und reden Sie viel und über alles mit Ihrer Partnerin.“ So bauen Sie eine tiefe und innige Verbindung zu Ihrem Baby, Ihrer Partnerin und sogar zu älteren Kindern auf.

Für Mütter und Väter, die auf der Suche nach hilfreichen Ratschlägen rund ums Stillen sind, stellt die Firma Lansinoh auf ihrer Internetseite www.lansinoh.de ein Themenblatt „Väter und Stillen“ zum kostenlosen Download bereit.

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