Die Sinne des Neugeborenen stimulieren

Riechen 

Der Brustwarzenhof ist von sogenannten Montgomery- Drüsen umgeben. Sie sondern den individuellen „Mama-Duft“ ab. Deshalb sollten Sie die Brust nur mit Wasser abspülen, parfümierte Seifen oder Öle und Brustwarzensalbe mit Eigengeruch meiden! Beim Stillen ist das Baby besonders nah bei der Mutter und riecht ihre Haut intensiv. Ein klarer Vorteil für gestillte Kinder, die bei der Nahrungsaufnahme mit ihren sensiblen Lippen die warme Brust finden und dabei ständig in den Genuss des vertrauten Geruchs kommen. Säuglinge, auch nicht gestillte Babys, lassen sich daher leichter beruhigen, wenn man sie in den direkten Kontakt zur Haut und besonders zur Brust bringt. Die unverwechselbare und ungetrübte Geruchsquelle „Mama“, ihre Körperwärme und liebevolle Berührungen sorgen für Geborgenheit und Zuversicht.

Schmecken 

Säuglinge bevorzugen noch keine geschmackliche Vielfalt. Stillen Sie Ihr Neugeborenes, nichts schmeckt besser als Mutermilch.

Fühlen 

Neben Riechen und Schmecken gehört das Fühlen zu den körpernahen Erfahrungen des Säuglings. Für Neugeborene ist die Wahrnehmung über die Haut, Lippen und Zunge die wichtigste Sinnesreizung überhaupt. Ihr empfindlicher Mund ist perfekt ausgerüstet, um die warme Brustwarze zu finden. Die Haut hat Rezeptoren für Druck, Wärme, Vibration und Schmerz. Legen Sie Ihr Baby nackt auf Ihren bloßen Oberkörper und decken Sie sich gemeinsam zu. Nähe und Wärme werden Ihr Kind beruhigen. Wunderbar entspannend für das Baby ist auch das Baden auf den Schenkeln von Mutter oder Vater umspült vom warmen Badewasser. Es ist am bequemsten, wenn Sie zu zweit sind, um das Baby in die Wanne hineinzureichen und zum Abtrocknen herauszuholen. Tragen können Sie beides unterstützen und anregen. Das Baby mag Ihre Bewegungen, den Rhythmus von Schritten, den sanften Druck Ihrer Arme. Sie können auch mit dem Kind im Arm tanzen.

Hören 

Babys mögen hohe Töne. Die Stimme der Mutter kennen sie sogar schon aus dem Mutterleib. Singen Sie Ihrem Baby Kinderlieder vor. Dabei ist es völlig unwichtig, wie gut Sie singen. Ein entspanntes Baby wird seine ganze Aufmerksamkeit auf die Geräuschquelle richten und lauschen.

Mit allen Sinnen wahrnehmen 

Das Kind nimmt die Mutter als Ganzheit wahr: Es fühlt, riecht, schmeckt, hört und sieht sie. Alle Sinneswahrnehmungen zusammen bilden „MAMA“. Deshalb ist es gut, alle Sinne des Neugeborenen anzusprechen und seinen Bedarf an positiven Reizen zu stillen. Unterstützen Sie die körpernahen Erfahrungen Ihres Babys, denn sie prägen Ihr Kind nachhaltig. Im Laufe der Entwicklung wird es lernen, einzelne Sinneseindrücke zu differenzieren und isoliert wahrzunehmen.

Quellen: Kay-Uwe Fock: Sich in der Welt zurechtfinden – Wie entwickelt sich die kindliche Wahrnehmung. In: Familienhandbuch des Staatsinstituts für Frühpädagogik. 2004 Renate Zimmer: Handbuch der Sinneswahrnehmung, Grundlagen einer ganzheitlichen Erziehung. 1995 Martin Dornes: Der kompetente Säugling. Die präverbale Entwicklung des Menschen. 1994

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